Patricia Willers

Ich male.

 

Meine frühen Kindheits- und Jugendjahre habe ich in Afrika verbracht.

Ich kam 1965 in Äthiopien zur Welt und habe bis zu meinem 13. Lebensjahr in Tanzania gelebt. Ich bin dort zur Schule gegangen und erinnere mich an eine sehr freie und kreative Zeit. Da es kein Fernsehen und auch sonst wenig fremdbestimmte Unterhaltung gab, war in erster Linie alles, was die Natur zu bieten hatte, kreatives Material. Sand, Erde, Wasser und Blumen wurden immer wieder gestalterisch eingesetzt. Gleich danach galt meine volle Aufmerksamkeit dem Malen und Zeichnen.

1978 kam ich dann nach dem Tod meiner Mutter nach Österreich. Noch heute besitze ich alle Bilder, die ich hier in der Schule während des Unterrichts gezeichnet habe, teils als Möglichkeit, meiner Sehnsucht nach Afrika Ausdruck zu verleihen aber auch, um den Tod meiner Mutter zu verarbeiten. Ich bin davon überzeugt, dass ich ganz intuitiv einen Weg entdeckt hatte, mir selbst aus der Krise zu helfen. 

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Nach der Schule habe ich 1983 mein Studium der Englischen und Japanischen Sprachen begonnen und den Abschluss zur Übersetzerin 1993 gemacht.

Während meiner Studienjahre wurde ich Mutter zweier Mädchen und ich durfte meine Kreativität im Rahmen meiner Familie weiter ausleben, indem ich mit ihnen bastelte, malte und in jedem Urlaub mindestens eine Sandburg baute. Weiters begann ich mich ernsthaft mit der Malerei auseinanderzusetzen.

Nach meiner Arbeit als Tagesmutter, die ich 1998 begann, gründete ich 2002 eine Kindergruppe, wurde Kindergruppenbetreuerin und begleite noch heute die Kleinsten in ihren kreativen und schöpferischen Prozessen.

2007 begann ich die Ausbildung zur Kunsttherapeutin/Mal-undGestaltungstherapeutin berufsbegleitend und war 2011 damit fertig.

Die Arbeit mit einem jungen Klienten im Integrationshaus im Rahmen meiner Diplomarbeit hat mich überzeugt, weiter in diesem Bereich arbeiten zu wollen.

Ein weiterer Ausbau im therapeutischen Bereich folgte 2016 mit der Ausbildung zur zertifizierten Tanzpädagogin.

2019 begleitete ich ein von der Stadt Wien gefördertes Projekt, das Pensionist*innen die Möglichkeit gab, die Erfahrung einer kürzlich durchlebten Krise maltherapeutisch zu bearbeiten. 

2020 absolvierte ich den Lehrgang „Kunsttherapie bei Burnout“.

Ein nicht zu vernachlässigender Herzenswunsch war außerdem immer die Gartenarbeit. Also als Gärtnerin schöpferisch und gestalterisch aktiv zu sein. Im Zuge der Mitarbeit im Gemeinschaftsgarten Rosenberg 1170 Wien entstand das Projekt „Malen im Garten“, das Anklang fand bei Groß und Klein. Das Ziel für die nahe Zukunft ist es, den Garten vermehrt als maltherapeutischen Raum zu nutzen, in dem wir Energie sammeln und ganz nah an der großen ganzen kreativen Schöpfung sind.

Heute arbeite ich neben meiner Anstellung als Kindergruppenbetreuerin als Kunsttherapeutin in freier Praxis. Und male.

Als diplomierte Kunsttherapeutin, Malerin, Elementarpädagogin, zertifizierte Tanzpädagogin und Mutter liegt es in meiner Natur, Kreativität zu fördern. So wie ich während der letzten 20 Jahre stets Kindern zur Kreativität als Ausdruck einer inneren Welt verhelfen durfte, so darf ich heute in der kunsttherapeutischen Arbeit auch Erwachsene dabei unterstützen, das innere Kind wieder zu entdecken und ihren künstlerischen Ausdruck begleiten. Mein Anliegen ist es mit mal-- und gestalterischen Methoden Ressourcen orientiert zu arbeiten.

Zu diesen Ressourcen zählt auch die Gartenarbeit - nichts stabilisiert und nährt mehr, als die kreative Arbeit nah an der Natur.

Ich bin zur Gärtnerin geworden und biete neben Kunsttherapie heute auch Gartentherapie an. 

Weitere Leidenschaften sind Reisen, Yoga und Kochen.